Voraussetzungen und Hürden
Voraussetzungen und Hürden
Das Projekt wurde bereits im Februar, also vor dem ersten (harten) Lockdown im März 2020 begonnen. Somit konnte das Projekt trotz Schulschließung mit einem mehr oder weniger fließenden Übergang fortgesetzt werden.
PC-Raum und Endgeräte
Für das Projekt stand ein PC-Raum mit je einem PC für jeden Schüler zur Verfügung. Ein PC-Raum ist zumindest für die Einführungsphase unerlässlich. Später ist ein Zugang zu digitalen Aktivitäten und Dokumenten auch über Notebooks, Tablets und auch Smartphones möglich. Ein Zugang ist immer auch von Zuhause möglich. Leider ist dies immer noch von den häuslichen Gegebenheiten und der Verfügbarkeit entsprechender Geräte abhängig. Prinzipiell besteht auch die Möglichkeit das Lernzentrum zu nutzen, eingeschränkt durch Öffnungszeiten und die Anwesenheit einer Betreuungsperson.
Padlet - Kosten
Das Tool Padlet steht leider nicht mehr kostenlos zur Verfügung. Ich hatte noch die Möglichkeit eine unbegrenzte Zahl an Padlets anzulegen. Zum heutigen Zeitpunkt sind mit einem Lehrer-Account bis zu drei Pinnwände kostenlos und können von unbegrenzt vielen Bearbeitern auch ohne Account genutzt werden.
Will man mehr als drei Pinnwände gleichzeitig nutzen, bezahlt man eine monatliche Gebühr (aktuell 96 EUR im Jahr).
Es gibt auch die Möglichkeit, für alle Lehrer*innen eine Schullizenz zu kaufen, diese liegt dann bei aktuell 2.000 Dollar im Jahr.
Persönlich halte ich die Lizenz für eine lohnenswerte Investition, da die App dann von allen Lehrkräften verwendet werden kann.
Alle übrigen digitalen Werkzeuge, die in dem Projekt eingesetzt wurden, sind kostenlos.
Das Elend mit dem Datenschutz
Ein Sprichwort lautet „es gibt zwei Dinge, die jedes Projekt zum Scheitern bringen: Brandschutz oder Datenschutz.“ In diesem Fall ist es der Datenschutz.
Das Projekt wurde so angelegt, dass die Schülerinnen und Schüler sich nirgends mit persönlichen Daten anmelden mussten. Ich habe sowohl die Pinnwände (Padlets), als auch die webbasierten Lesezeichen (Wakelets), für alle Gruppen mit meinem eigenen Account angelegt und den Zugang für die einzelnen Gruppen ermöglicht. Hierfür wurden Gruppen-wtkedu-Accounts angelegt (ohne Schülerdaten), über welche dann die Anmeldung erfolgen konnte. Auch alle anderen eingesetzten Werkzeuge GoogleDocs, Kalender etc. wurden so angelegt, dass ein Zugang ohne Eingabe persönlicher Daten möglich war. Das macht die Vorbereitungen für das Arbeiten im Netz, das die Schülerinnen und Schüler eigentlich nutzen und erlernen sollen, ausgesprochen mühsam. Aus meiner Sicht werden die Datenschutzbestimmungen schnell zum Killer von digital gestützten Projekten. Ich möchte nicht falsch verstanden werden, Datenschutz ist notwendig und ein datensparsamer Umgang mit persönlichen Daten absolut wichtig. Dennoch ist man bei solchen Projekten ständig im „datenschützerischen Grenzbereich“ unterwegs. Das Lernen in Netzwerken als Voraussetzung für die sogenannte Digitalisierung, wird zu einer mühsamen rechtlichen Gratwanderung.